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Eine Roadmap zur Weiterbildung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI)

Im Rahmen des e-Fellow Stipendiaten-Programms haben sich unsere Stipendiaten Rebekka Karrer, Timo Barske und Chaoran Chen intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Dafür haben sie das Unternehmen Xenium genauer unter die Lupe genommen und die Mitarbeiter mithilfe von einem Fragebogen und Einzelinterviews befragt. Der nachfolgende Artikel gibt Ihnen einen Einblick in die Ergebnisse der Studie und soll als Hilfestellung dienen, das interne Weiterbildungsangebot für Data Science und Künstliche Intelligenz (KI) anzugehen, um zukünftig für Projekte in diesem Bereich bestens gerüstet zu sein.  

Herausforderung im Umgang mit KI-Projekten

Um im Umgang mit KI auch einen echten Mehrwert zu generieren, sollten einige Punkte vorab beachtet werden:

Qualität und Auswahl der Daten

Zentral für den Erfolg von KI-Projekten ist die Datenbasis. Um eine hohe Ergebnisqualität zu gewährleisten, muss im Voraus geklärt werden, welche Daten auf welche Weise gesammelt, organisiert und analysiert werden sollen. Wichtig ist auch, dass genügend qualitativ hochwertige Daten gesammelt werden. Zudem gilt es herauszufinden, ob es im Team bereits Mitarbeitende gibt, welche über KI-, Datenmanagement und analytische Fähigkeiten verfügen.

Immanentes Risiko

Neben den zahlreichen Vorteilen besteht bei KI-Projekten, anders als in der Softwareentwicklung, auch immer ein schwer einschätzbares, immanentes Risiko. Programmierfehler oder unvorhersehbare Ereignisse können dazu führen, dass Algorithmen nicht wie erwartet funktionieren und irreführende Ergebnisse mit schwerwiegenden Konsequenzen hervorbringen. Je nach Wissensstand kann es daher ratsam sein, sich externe Experten zur Unterstützung ins Boot zu holen.

Die meisten Softwareentwicklungs-Modelle zielen auf reine Softwareentwicklung ab – und diese läuft nun mal ein bisschen anders. Zum einen kann dort das Systemverhalten vorher genauer spezifiziert werden. Zum anderen hat man andere Wartungsvorgänge. Dadurch, dass die Daten sehr dynamisch sein können, ist das System vielen Veränderungen ausgesetzt, die im Livesystem berücksichtigt werden müssen.

Potential von KI im Unternehmen identifizieren

Die Auseinandersetzung mit dem Thema KI und deren Einsatz bringt enorme Vorteile für Unternehmen mit sich. Um diese voll ausschöpfen zu können, gilt es aber auch einiges zu beachten:

Der Zeitpunkt einer möglichen KI-Adaption spielt eine ausschlaggebende Rolle.

Wer frühzeitig Ressourcen in den Einsatz von KI investiert, profitiert in naher Zukunft von seiner Fortschrittlichkeit. Dies zeigt auch eine Studie des McKinsey Global Institute, welche sich unter anderem mit dem richtigen Implementierungszeitpunkt von KI im eigenen Unternehmen beschäftigt. Unternehmen, die KI früh adaptieren, werden kurzfristig verlieren, aber langfristig gewinnen.

Ein weiterer maßgeblicher Schritt liegt aber vor allem darin, zu identifizieren, auf welche Weise KI das Unternehmen und seine Kunden am besten unterstützen kann. Hierbei gilt es abzugleichen, welches Potential und Anwendungsmöglichkeiten von KI in der agierenden Branche bestehen und wie diese durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen vom Unternehmen so aufgenommen werden können, dass ein Mehrwert entsteht.

In ihrer Rolle als IT-Beratung nimmt Xenium bei der Betreuung von Projekten vor allem eine vermittelnde Rolle zwischen der entwickelnden und der fachlichen Seite ein. Der gewünschte Fokus einer KI-Weiterbildung sollte daher weniger auf der technischen Umsetzung, sondern mehr auf einem allgemeinen Verständnis zur konzeptionellen Umsetzung liegen.

Weiteres waren sich die Mitarbeitenden einig, dass eine Weiterbildung im Bereich KI zwar wichtig sei, verwandte Themen in diesem Zusammenhang aber nicht unberücksichtigt bleiben sollten. Zu diesem Ergebnis kam auch die Branchenstatistik des BDU, welche ergab, dass vor allem die Nachfrage der Kunden nach professioneller Unterstützung bei der Agilen Transformation und der Einführung Agiler Projektmethoden in den kommenden Jahren nochmals deutlich steigen wird.

Erste Schritte in Richtung KI – Vorgehen und Methodik festlegen

Die Einsatzmöglichkeiten von KI im Unternehmen sind schier unendlich und dementsprechend auch ein mögliches Weiterbildungsangebot. In einem ersten Schritt ist es daher hilfreich, sich einen Überblick zu verschaffen und gezielt zum Thema Künstliche Intelligenz zu recherchieren. Um die passenden Weiterbildungsmaßnahmen für das Unternehmen zu entwickeln, ist es zudem wichtig, sowohl die internen Gegebenheiten als auch externe Rahmenbedingungen zu verstehen und daraus klare Ziele der Weiterbildung abzuleiten.

Zwei bewährte Methoden, die dabei helfen können, sich in diesem Zusammenhang einen Überblick zu verschaffen, sind die Durchführung von Tiefeninterviews sowie der Einsatz von Fragebögen. Diese wurden auch von den Xenium-Stipendiaten in ihrer Vorgehensweise eingesetzt.    

Ziel hierbei war es herauszufinden, wie das geplante Weiterbildungsprogramm bestmöglich an den aktuellen Wissensstand der Mitarbeitenden sowie die internen Strukturen angepasst werden kann.

Aktuellen Wissenstand ermitteln

Um ein passendes Weiterbildungsprogramm zu erstellen, ist eine Bestandaufnahme des bereits vorhandenen Wissens und Erfahrung der Mitarbeitenden nötig.

Bei der Befragung der Xenium-BeraterInnen gab die Mehrheit an, zwar schon ein gutes Grundwissen im Bereich der KI zu besitzen, es an tiefgreifendem technischem Wissen jedoch mangelt.

Aufgrund ihrer bereits bestehenden Erfahrung sehen sich die meisten daher eher im Bereich des Projektmanagement und weniger in der fachlichen Umsetzung. Allerdings gibt es auch vereinzelte Kollegen, welche ein sehr breites Wissen über KI aus früheren Projekten mitbringen und sich bereit erklären, ihr Wissen auch gerne an ihre Kollegen weiterzugeben. Es sind sehr viele Erfahrungswerte dabei, die man nur erhält, wenn man viel mit Daten interagiert.

Bezüglich der gewünschten Art der Wissensvermittlung waren sich jedoch alle einig: Theorie sei zwar wichtig, der größte Wissenssprung könne aber ganz nach der Devise learning by doing, durch eine praktische Auseinandersetzung mit dem Thema KI in verschiedenen Projekten erlangt werden. Es sind sehr viele Erfahrungswerte dabei, die man nur erhält, wenn man viel mit Daten interagiert.

Passendes Weiterbildungsprogramm erarbeiten

Aus den zahlreichen gewonnenen Erkenntnissen können in einem letzten Schritt schließlich die passenden Weiterbildungsmaßnamen erarbeitet werden.

Durch das mehrheitlich vorhandene Grundwissen der Xenium-MitarbeiterInnen im Bereich KI ist bereits ein erster Grundstein gelegt. Da einige Kollegen bereits konkrete Erfahrung aus früheren Projekten mitbringen, bietet es sich an, dass sich diese Gruppe intensiver mit dem Thema beschäftigt und als Ansprechpartnerinnen für ihre Kollegen fungiert.

Da von den Xenium-Mitarbeitenden bevorzugt praktisches Wissen und handfeste Einsatzmöglichkeiten gefordert werden, bilden Workshops und die gemeinsame Bearbeitung kleiner KI-Projekte innerhalb einer Data Science AG ideale Methoden zur Wissensvermittlung. Um das theoretische Wissen weiter auszubauen, können zusätzlich dazu auch noch individuell verschiedene Onlinekurse in Anspruch genommen werden.

Unser Fazit:

Das Thema Künstliche Intelligenz gewinnt in unserer Arbeitswelt kontinuierlich an Bedeutung. Sich aktiv in diesem Bereich weiterzubilden, bietet Unternehmen daher langfristig die Chance, sich vom Wettbewerb abzuheben.

Als IT-Beratung legen wir großen Wert darauf uns zukunftsfit zu halten und haben daher im Rahmen des Stipendiaten-Programmes evaluieren lassen, wie wir unser internes Weiterbildungsprogramm dahingehend erweitern können, um unsere Kunden zukünftig noch besser in der Umsetzung verschiedenen KI-Projekten unterstützen zu können.

Wir fanden die Ergebnisse großartig und sind der festen Überzeugung, dass durch einen neutralen Blick von außen ein enormer Mehrwert erzielt werden kann.

 

Sie möchten Ihr Unternehmen erfolgreich in Richtung KI führen und wünschen sich dabei Unterstützung? Dann sprechen Sie uns an …


 

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